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Amalgam Ausleitung

Clemens Hart
Clemens Hart

Ein Artikel von Clemens Hart, Facharzt

Bei einer Amalgam-Belastung empfiehlt sich die Entfernung des Amalgams zur Beseitigung der Schwermetall-Quelle im Körper. Das Ausbohren sollte möglichst rasch nacheinander, z.B. quadrantenweise erfolgen. Wichtig sind dabei ein langsamdrehender Bohrer und der clean up – Sauger der Firma Scania Dental. Ein Kofferdam wird nach neuesten Auffassungen nicht mehr empfohlen, da nicht wirksam genug. Der Ersatz des ausgebohrten Materials soll erfolgen mit einem haltbaren Glasionomer-Zement, der 1-2 Jahre im Zahn verbleiben kann. Erst nach der Ausleitung erfolgt die endgültige Versorgung mit einem unbedingt auf Verträglichkeit getesteten Material. Dabei ist die Testung einschließlich der Kleber durchzuführen, da diese das größte Unverträglichkeitsrisiko bergen. Neue Zahnmaterialien sind also nicht gänzlich unbedenklich, aber immerhin 100-fach geringer toxisch als Amalgam. Verwndetes Zahngold sollte palladiumfrei und platin- und iridiumarm sein. Die Amalgam-Ausleitung kann durch Akupunktur, Homöopathie und Vitalfeldtherapie erheblich beschleunigt werden durch eine spezifische Ausscheidungs-Steigerung.

1. Die Ausleitungstherapie beginnt mit dem Schutz des Körpers vor den bei der Quecksilber-Ausleitung anfallenden freien Radikalen mit einem guten Vitamin-Mineral-Multipräparat.
2. Danach folgt die Stützung der Ausscheidungsorgane Leber und Niere mit getesteten Kräutermitteln und Blütenessenzen.
3. Die Mikroalge Chlorella (Chlorella vulgaris oder pyrenoidosa) hat die höchste Bindungsfähigkeit für Schwermetalle wie Quecksilber, Zinn, Cadmium, Nickel, Blei, Gold, Platin und Palladium. Chlorella bindet auch Plutonium und radioaktives Material. Mitunter ist Spirulina besser geeignet als Chlorella. Zusätzlich vermag sie auch die häufigen Umweltgifte Dioxin, Formaldehyd und Insektenschutzmittel zu binden. Die Mikroalge mobilisiert und bindet Quecksilber aus den Bindungsstellen im Gewebe. Wenn man hohe Dosen Chlorella gibt, wird nicht proportional mehr mobilisiert, sondern es wird sehr viel mehr gebunden als mobilisiert werden kann. Es empfiehlt sich besonders eine biologisch erzeugte und schwermetallfreie Chlorella-Alge.
4. Selen und Zink binden Quecksilber auch in den Zellen. Die entstehenden Verbindungen sind nach neueren Erkenntnissen für den Körper ausscheidbar. Selen geht mit Vitamin C ebenfalls Komplexe ein. Beide sollen deshalb zeitlich getrennt voneinander eingenommen werden.
5. Die Ausleitung wird gefördert durch Knoblauch und Bärlauch (eine Art wilder Knoblauch, dessen Blätter gegessen werden). Beide gibt es in Kapselform, können aber auch ganz natürlich als Pflanze gegessen werden. Der Bärlauch wächst im April und Mai mit weißen doldenartigen Blüten in Laubwäldern. Für die komplette Ausleitung empfiehlt sich der Bärlauch auch zusätzlich zu den bereits genannten Methoden.
6. Um weiteres noch in der Zelle gebundenes Quecksilber zu mobilisieren verwenden wir das Korianderkraut (auch chinesische Petersilie genannt). Es liegt für die Ausleitung als Flüssigkeit vor. Koriander darf nur nach Testung und nur parallel mit Chlorella eingenommen werden. Keinesfalls darf es eingenommen werden wenn noch Amalgam in den Zähnen ist!
7. Die homöopathische Ausleitung mit Quecksilber-Hochpotenzen kommt erst zur Anwendung, wenn die stoffliche Ausleitung abgeschlossen ist. Mit Mercurius(Quecksilber)-Hochpotenzen wird die Quecksilber-Information im Körper gelöscht.

Seit 1993 müssen Kalifornische Zahnärzte in ihrer Praxis Warnschilder anbringen, wenn Sie noch Amalgam verarbeiten. Der Wortlaut ist folgender: "Achtung! Diese Praxis verwendet Füllungsmaterialien, die Quecksilber enthalten und freisetzen. Diese Substanz verursacht nach Wissen der kalifornischen Regierung Geburtsschäden und andere Fortpflanzungsstörungen."

Empfehlenswerte Literatur:  
Amalgam – Risiko für die Menschheit , Dr. Mutter
Die Süßwasseralgen in der ärztlichen Praxis, Frank Liebke, ISBN 87-89724-09-7

Clemens Hart, Facharzt / Naturheilverfahren, Homöopathie, Ernährungsmediziner DAEM/DGEM, Hohe Straße 8,  D-09112 Chemnitz, Tel.: 0371 / 33 60 400, www.naturheilkunde-chemnitz.de