Mobilfunk – Strahlung und ihre Ursachen

Die Existenz der Mobilfunkmasten sind nur ein Symptom. Die wahren Ursachen des Mobilfunkausbaus liegen ganz wo anders als man denkt… Die wahre Ursache sind die Handy-Konsumenten, für die sie gebaut wurden. Warum?
1. Mobilfunkstrahlungs-Versorgungsanspruch

Mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages oder des Kaufs einer Prepaid-Karte bekundet der Handy-Benutzer gegenüber der Mobilfunkgesellschaft den Anspruch, mit dem Handy überall und zu jeder Zeit telefonieren zu können. Dadurch ist die Gesellschaft verpflichtet, für ein flächendeckendes Netz von Mobilfunkmasten nebst Mobilfunkstrahlung zu sorgen (Versorgungspflicht).

2. Finanzierung

Jeder Handybenutzer trägt mit seiner Mobilfunkgebühr zur Finanzierung der Mobilfunkmasten bei – ganz egal ob er viel oder wenig telefoniert. Gäbe es keinen Bedarf an der Handy-Nutzung, gäbe es auch keine Mobilfunk – Strahlung, denn dann hätten die Telefongesellschaften kein Geld für den Bau von Mobilfunkmasten. So einfach ist das.
Jeder Handy-Benutzer macht sich somit zum Mittäter bei der permanenten Funkbestrahlung.
Es macht überhaupt keinen Sinn, gegen den Bau von Mobilfunkmasten zu protestieren oder den Mobilfunkgesellschaften zu Schuld für die Funkstrahlung in die Schuhe zu schieben. Sie tun ihr Pflicht und befriedigen die Nachfrage der Handy-Benutzer.
Wenn ein Handy-Nutzer sich über die Mobilfunkstrahlung beschwert oder sogar darunter leidet, ist das so als ob ein Kaffeetrinker sich über das Abholzen von Urwäldern (für den Anbau von Kaffeebohnen) beschwert.

Genau genommen nimmt also jeder Handy-Benutzer in Kauf, dass durch seinen Handy-Konsum die gesamte Bevölkerung mit Funkmasten bestrahlt und somit geschädigt wird (schließlich will überall mobil telefonieren können).

Der Ruf nach der Politik, sie müsse für niedrigere Grenzwerte sorgen, soll hier wohl nur das schlechte Gewissen beruhigen. Niedrigere Grenzwerte setzten nur am Symptom “Mobilfunkstrahlung” an, beseitigen jedoch nicht die Ursache der “Handy-Nachfrage”.

Warum ist für viele das Handy scheinbar unverzichtbar, ja sogar lebensnotwendig geworden? Bis 1990 hatten es die Menschen doch auch ohne Handy geschafft, ihren Alltag zu organisieren. Warum geht das heute nicht mehr?

Ein Motiv ist die Befriedigung von Ängsten. Beispiel:
“Wenn ich alleine unterwegs bin (in den Bergen oder mit dem Auto), kann ich in einem Notfall sofort Hilfe holen.”
Das Handy suggeriert Sicherheit. Doch kann es keinen Unfall verhindern, der passiert mit und ohne Handy. Mit zunehmender Verbreitung des Handys ist sogar die Anzahl der Bergunfälle angestiegen, weil sich die Handybesitzer dank Handy in der Tasche  in trügerischer Sicherheit fühlen und dadurch leichtsinniger werden.

Für ein anderes Motiv müssen die Kinder herhalten. Beispiel:
“Die Kinder müssen mich jederzeit erreichen können, wenn sie Hilfe brauchen.” Damit werden sie meines Erachtens zur Unselbstständigkeit und unüberlegtem Handeln erzogen. Eigentlich sollten sie doch auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden lernen, Probleme auch mal ohne Eltern lösen zu können. Sie sollten lernen, sich selbst Problemlösungsstrategieen ohne die telefonische Hilfe der Eltern zu überlegen. Fördern durch Fordern lautet hier die Devise!

Es gibt noch viele weitere Motive, die jedoch bei einer objektiven Betrachtung alle nicht lebensnotwendig sind.

Warum benutzen auch Menschen, die sehr gesundheitsbewusst leben oder sich sogar von Rohkost ernähren, ein Handy?

Dazu stelle ich hier ein paar Vermutungen an:

Zum einen vermute ich, dass diese Menschen verlernt haben, ihr Leben ohne Handy zu organisieren bzw. schon mit dem Handy aufgewachsen sind und erst gar nicht gelernt haben, wie es ohne Handy funktioniert (es geht wirklich!).

Zum anderen glaube ich, dass ihnen die gravierenden Folgen ihres Handy-Konsums nicht bewusst sind oder sie trotzdem billigend in Kauf nehmen.

Wer weiß darauf eine bessere Antwort?

Meine Eltern sind nun schon weit über 80 Jahre alt geworden – ohne Handy. Ich lebe auch noch ohne Handy – und das sehr erfolgreich, doch meine und alle nachfolgenden Generationen wird dieses Alter wohl nicht mehr schaffen – dank allgegenwärtiger gesundheitsschädlicher Handystrahlung!

Ich ermuntere Euch auch dazu, dieses Thema bei einem der Baselife – Rohkost – Treffen zu diskutieren!
Denkt mal darüber nach! ;-)
Euer Macher

Aktualisiert am 9. Juli 2011

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2 Kommentare

  1. Guter und nachdenkenswerter Artikel.
    Der Kapitalismus funktioniert leider so, dass immer wieder Bedürfnisse geschaffen werden, die eigentlich gar nicht bestehen, dann aber „befriedigt“ werden können, und aus dieser Sicht am besten ist es, wenn sie einen Selbstlauf annehmen, wie es sehr beispielhaft bei den Mobiltelefonen beobachtet werden kann. Die Aborigines konnten sich vorzeiten noch ohne Handy über tausende Kilometer verständigen. Doch das wäre noch einmal eine andere Frage, warum bei modernen Zivilisationsmenschen die übersinnlichen Fähigkeiten so sehr verkümmert sind. Wen es interessiert, der kann sich gern einmal mein Buch „Ernährung, Psyche, Sexualität und Liebe“ als Lektüre nehmen. Dort wird genau dieser Bereich auch ausführlich behandelt.

    Leider komme ich auch nicht mehr ohne Handy aus. Doch ich achte darauf, dass es z.B. ausgeschaltet bleibt, wenn ich gleichzeitig auch übers Festnetz erreichbar bin; und nachts natürlich sowieso. Diejenigen, die mich übers Handy vergeblich zu erreichen versuchen, probieren es i.d.R. im Anschluss gleich übers Festnetz.
    Beim Kauf des Handys habe ich auch noch auf einen niedrigen Strahlenwert (SAR-Wert) geachtet. In Deutschland sind Werte bis zu 2,0 zulässig. Handys mit solch hohen Werten dürften in der Schweiz z.B. überhaupt nicht verkauft werden. Mein Handy hat einen Wert von 0,6. Bestimmt geht es auch noch besser. Einfach mal im Internet unter „SAR Werte“ suchen.

    Leider ist zu befürchten, dass die Mobiltelefone nicht wieder lautlos aus unserem Leben verschwinden, wie vor kurzem die Schweinegrippe-Viren. Gerade für junge Leute ist das Handy das erste und vielleicht sogar wichtigste Statussymbol. Da muss es immer wieder das neuste Modell sein, mit den tollsten Funktionen usw. Auch in den Ländern der sog. Dritten Welt beobachte ich überall die „Sucht“ nach Handys.

    Dennoch ist es wichtig aufzuzeigen, dass es auch anders geht oder gehen kann. Wie z.B. in dem Artikel von Macher.

    Bernd

  2. Dein letzter Satz, Bernd, hat es in sich. “Dennoch ist es wichtig aufzuzeigen, dass es auch anders geht…”
    Vor vielen Jahren, als die Handywelle gerade los ging, gab es in der VHS Kurse zum Umgang mit dem Handy. Sogar für Senioren wurden eigene Handykurse angeboten.
    In ein paar Jahren wird es nicht mehr zu leugnende schwere Krankheiten in großen Bevölkerungsteilen geben, die eindeutig auf Handy- und Funkmastenstrahlung zurückzuführen sind. Bei einer Studie über Gehirntumore wurde jetzt schon festgestellt, dass Linkshändler den Tumor in der Nähe des linken Ohres hatten und Rechtshändler in der Nähe des rechten Ohres. Alle Patienten hatten ein Handy.
    So einfach wie bei den Handy-Nutzern ist der Schädlichkeitsnachweis bei Handy-Funkmastengeschädigten leider noch nicht, denn um im Rahmen einer Studie eindeutig den Funkmasten als Schädiger zu überführen, benötigt man Menschen, die kein Handy haben und deren Krankheiten somit nicht auf die Handystrahlung zurückgeführt werden können, sondern ausschließlich auf den Funkmasten. Und diese Sorte Handyloser Menschen ist schon fast ausgestorben.
    Vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren die ersten Kurse, in denen gezeigt wird, wie man auch ohne Handy überleben kann. :-) ))
    Mein Appell an alle Rohkostfreunde:
    Nachdem Ihr nun mit der Rohkost den ersten Schritt zu einem gesünderen natürlichen Leben gemacht habt, macht nun auch den zweiten Schritt und kehrt zurück zu einer gesünderen natürlichen Kommunikation!
    Wie Bernd schon erwähnte, können wir uns auch ohne technische Hilfsmittel über tausende von Kilometern verständigen, wenn wir nur wollen. Das bringt neben den gesundheitlichen Aspekten auch noch viele weitere Vorteile: Man muss keinen Akku mehr laden, man kann das Handy nicht mehr vergessen, man wird nicht mehr nervös und ängstlich, wenn man mal ohne Handy aus dem Haus geht, man muss sich keine Telefonnummern mehr merken sondern nur noch an den gewünschten Gesprächspartner denken und es kostet nichts! :-) )
    Die Aborigines können es schon lange…

    Macher

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