Eindrücke aus Bali

Reisen Bali – Eindrücke: Bali hat eine wunderbare Wirkung auf mich: loslassen – reinigen – auftanken.  Am 15./16. März war hier das Sylvester/Neujahrsfest (Neumond): Ogoh-Ogoh  - die Vertreibung der bösen Geister – wie bei uns Sylvester. Die Dörfer auf Bali wetteifern sehr aufwändig miteinander, wer den prächtigsten und schrecklichsten Dämon bastelt - meist noch von innen beleuchtet.

Beim Spazierengehen nur freundliche Menschen getroffen – wir kamen aus dem Lächeln gar nicht mehr raus. Die Brüderlichkeit unter uns Menschen war so offensichtlich.

Bali Masken

Bali Masken

Dann Dienstag 16.3., am Nyepi-Tag, dem ersten Tag des neuen balinesischen Jahres (Neumond – also nach dem Mondkalender), war ganz Bali totenstill. Jeder musste zu Hause bleiben, niemand durfte auf die Straße, kein Flugzeug startete oder landete, nirgendwo Licht, das nach Außen dringen konnte (alle Gardi- nen zugezogen), gespenstisch und sehr meditativ. Touristen durften nur in den Hotels Bali erleben. Warum das alles? Es ist balinesischer Glaube, wenn die bösen Geister – nachdem sie vertrieben wurden – zurückkehren und über die Insel fliegen, sollen die denken, dass die Insel von ihren Bewohnern verlassen wurde, dass also in Bali nichts mehr zu hohlen ist… Goldig.

Die Balinesen begeistern mich. Es ist so deutlich, dass sie ihre Kinder liebevoll behandeln, eben die notwendige NÄHRENDE elterliche Liebe, also weder Mangel, Unterernährung und Verwahrlosung, noch Überforderung (Parentifizierung), overprotection (smothering) oder Missbrauch (sexuell oder emotional). Deshalb sind sie als Erwachsene so ausgeglichen und freundlich.

Henner

Aktualisiert am 2. März 2011

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