Der Tag, an dem die Weißen kamen

Steinzeit trifft Raketenzeitalter
Australien im Jahre 1964. In der Region unweit der Percival Lakes soll die Mittelstreckenrakete “Blue Streak” getestet werden. Die Rakete soll im Osten Australiens starten und nach zehn Minuten Flugzeit etwa 2000 km weiter westlich niedergehen. Um sicher zu gehen, dass in dieser Region keine Menschen verletzt werden, schicken die australischen Behörden mit der Evakuierung beauftragte Patrouillen in die Wüste. Zu ihrer eigenen großen Verwunderung treffen sie auf eine Gruppe von 20 Aborigines, die noch nie zuvor mit der modernen Welt in Berührung gekommen war. Sie lebten bis dahin unbehelligt ihr traditionelles Leben in der australischen Wüste. Zufällig hatte einer der Inspektoren eine Kamera dabei. Bewegende Bilder von damals zeigen diese Gruppe. Heute noch lebende Aborigine erinnern sich ihrerseits in dieser Dokumentation an diese Begegnung. Die Bilder von damals zeigen ein unglaublich sanftes Erscheinungsbild dieser Menschen. Als ob sie noch nie verletzt worden wären. Auffallend für den Betrachter ist auch, das die Aborigines in den Aufnahmen von damals alle schlank sind. Sie sind weder dick noch auffallend dünn. Sie sind schlank und bewegen sich überaus grazil. Dagegen sind die selben Aborigines, die heute vor der Kamera standen, alle fett. Sie berichten auch davon, wie sie damals zunächst den Jeeps zu entkommen versuchten, denn sie hielten diese für fahrenden Felsen. Und als man Ihnen gebratene und gut gewürzte Speisen anbot, vergruben sie diese sofort im Sand. Sie glaubten, man hätte ihnen Kot zu essen gegeben.

arte.tv – Samstag, 31. Juli 2010 um 21.05 Uhr
Wiederholung: 08.08.2010 um 02:00

Aktualisiert am 15. Dezember 2010

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