Fastenwandern

Innere Klarheit und Fastenwandern

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Fasten bedeutet auch immer, den eigenen Körper besser kennen zu lernen und zu verstehen und bietet die wunderbare Möglichkeit, leichter zu sich selbst zu finden. Es stellt sich eine psychische Ruhe, Klarheit und Leichtigkeit ein, die als sehr angenehm empfunden wird. Der Stress und der Leistungsdruck, den wir sonst all zu oft empfinden, fällt einfach ab. Der Blick wird in der Tat klarer. Es ist wie ein Vorhang, der sich sanft lüftet und den man zuvor überhaupt nicht wahrgenommen hat. Jesus fastete 40 Tage in der Wüste und hielt anschließend seine berühmte Bergpredigt. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Fasten zu klaren Gedanken und Entscheidungen führt. Doch was wurde bei den Christen aus der Fastenzeit? Sie reduzierten einfach die 40 Tage auf einen Tag, den Karfreitag, und sie fasten auch an diesem Tage nicht mehr wirklich, sondern führten statt Fleisch einfach Fisch ein.

Auch bei den Moslems gibt es eine Fastenzeit, den Fastenmonat Ramadan. Und auch hier war die ursprüngliche Absicht mit Sicherheit die, eine innere Klarheit herbeizuführen oder zu begünstigen. Heutige Realität ist aber, dass im Fastenmonat Ramadan bis zu 20 % mehr Nahrungs- und Genussmittel verbraucht werden als sonst. Der Verzehr ist nur auf die Nacht statt auf den Tag verlagert.

Wer über das Fasten und Fastenwandern zu mehr innerer Ruhe und Klarheit findet, spürt das sehr subtil. Man liegt vielleicht gerade auf einer Wiese, schaut in den Himmel und ist sehr dankbar dafür. Dankbar für das wunderbare Leben, für die innere Weisheit und für den inneren Frieden.