Fastenwandern

Instinkt und Fastenwandern

Wenn sich Tiere verletzten, kann man beobachten, dass diese instinktiv Fasten. Auch Kinder, die eine Krankheit ausbrüten, fasten instinktiv. Ihre Mütter jedoch bemühen sich dann meistens besonders, ihnen diverse Speisen in den Mund zu schieben. Doch der Körper des Kindes hat einen eigenen Instinkt, welcher mit der Weisheit des Lebens verbunden ist. Keinen Hunger zu verspüren, führt nicht gleich dazu sterben zu müssen. Der Körper weiß, warum er sich so verhält. Dies kann man mit dem Intellekt nicht erfassen. Überhaupt wäre es eine große Erleichterung für den Körper, wieder stärker seine Signale zu spüren und zu akzeptieren. Viele Menschen frühstücken z.B. regelmäßig, obwohl sie noch gar nicht hungrig sind. Sie machen das ganz einfach, weil es zum antrainierten täglich Ablauf dazu gehört. Im Englischen heißt Frühstück sogar „Breakfast“, was also wörtlich übersetzt „Fasten brechen“ bedeutet. Damit wird sichtbar, dass das Fasten zum Rhythmus des Lebens dazu gehört, wie Tag und Nacht, schlafen und wachen usw. Doch es gibt nicht nur Lebensrhythmen in kleineren Amplituden. Auch große Phasen gehören dazu, wie z.B. die Jahreszeiten. Und obwohl diese Rhythmen mit den Gesetzen der Natur verbunden sind, so folgen sie doch keinem starren Programm oder Modell. Es bleibt am Ende der eigene individuelle Instinkt, der die richtigen Signale wahrnimmt und ihnen folgen sollte. Fasten bedeutet nicht nur ein instinktives und sensibles Gehorchen oder Hineinspüren, sondern gerade durch das Fasten werden die instinktiven Signale wieder subtiler wahrgenommen.

In unserer Zeit des permanenten Überangebots an Nahrungsmitteln (jedenfalls in unserer westlichen Welt) fehlt ein Regulativ, dem frühere Menschen von Natur aus ausgesetzt waren. Daher ist es um so notwendiger, diesem verführerischen Überangebot hin und wieder Zeiten des Verzichts entgegen zu setzen. Unserer Instinkt will uns eigentlich auch immer wieder mal dorthin führen. Unterstützen Sie es also mit Fastenwandern.