Heilfasten

Buchinger

Der deutsche Arzt Otto Buchinger (1878 - 1966) gilt als Begründer des modernen Heilfastens, und das "Heilfasten nach Buchinger" ist bis heute die wohl bekannteste und beliebteste Methode des Heilfastens.
Buchinger erkrankte mit 39 Jahren an einer Mandelentzündung, die nicht richtig heilte und zu einer rheumatischen Arthritis führte. Zu diesem Zeitpunkt - Im Jahre 1917 - waren Antibiotika noch nicht bekannt. Erst 1919 wurde er nach einer dreiwöchigen Fastenkur von seinen rheumatischen Leiden kuriert und widmete sich fortan der Naturheilkunde und dem Heilfasten. Schon im folgenden Jahr gründete er eine einige Fastenklinik und veröffentlichte 1935 das Buch "Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden", das als Standardwerk zum modernen Heilfasten gilt. Auf Buchinger geht auch der Begriff der Entschlackung zurück. Buchinger wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und verstarb im hohen Alter von 88 Jahren in Bad Pyrmont, wo seine Arbeit bis heute von seiner Familie fortgeführt wird.

Das Heilfasten nach Buchinger

Beim Heilfasten nach Buchinger stehen neben Wasser und Tee auch Säfte, Gemüsebrühe und Honig auf dem Ernährungsplan, so dass der tägliche Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt wird. Die Fastenkur beginnt mit zwei Vorbereitungstagen, in denen der Körper mit leichter Kost wie Reis, Gemüse und Obst an das Fasten herangeführt wird. Das eigentliche Heilfasten beginnt mit einer gründlichen Reinigung des Darms mit Hilfe eines Einlaufs oder mit Glaubersalzen.
Die Länge der Fastenkur kann individuell bestimmt werden, soll aber eine Woche, maximal zwei Wochen nicht überschreiten. Pro Tag darf beim Heilfasten nach Buchinger die Menge von 500 Kalorien nicht überschritten werden. Wer sich an die Vorgaben hält, nimmt pro Tag etwa 250 Kalorien zu sich.
Zum Abschluss dieser Fastenkur muss der Körper langsam wieder an feste Nahrung herangeführt werden. Zum Fastenbrechen wird oft ein Apfel verwendet, der sehr langsam gegessen wird. Auch leichter Joghurt und Gemüsesuppen werden gegeben. Am zweiten Tag kommt etwas Brot und eine Kartoffel hinzu, ehe das Heilfasten nach Buchinger offiziell beendet wird. Der Körper ist nun wieder an feste Nahrung gewöhnt, so dass zum normalen Speiseplan übergegangen werden kann.