Heilfasten

Anleitung,Tipps & Infos

Heilfasten und Wandern
Heilfasten und Wandern

Hier finden Sie umfassende Tipps und Anleitungen über das Heilfasten. Unsere Angebote zum Fastenwandern finden Sie unter: Fastenwandern

Eine Verbesserung der Gesundheit durch Heilfasten erfreut sich in den letzten Jahren einer steigenden Popularität. Während der Begriff aus Sicht der Medizin noch relativ jung ist, ist das Fasten an sich so alt wie die Menschheit selbst. Schon die alten Ägypter und Babylonier pflegten Fastenrituale zu Ehren ihrer Götter und auch in den heutigen großen Religionen spielt das Fasten noch immer eine große Rolle. Bestes Beispiel ist ganz sicher der Ramadan, der jährliche Fastenmonat der Muslime, in dem zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder feste Nahrung noch Getränke verzehrt werden. Da jedoch dann des nachts üppig gespeist wird, kann hier nicht wirklich von Fasten im Sinne der Gesundheit gesprochen werden. Auch das Christentum kennt die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, die heute jedoch längst nicht mehr so streng gehandhabt wird wie noch vor einigen Jahrhunderten. Sie erinnert an die 40 Tage, die Jesus betend in der Wüste verbrachte ohne zu essen oder zu trinken. In der Neuzeit wurde auch das politische Fasten populär, wie es beispielsweise Mahatma Gandhi über längere Zeit betrieb um die Unabhängigkeitsbestrebungen Indiens voran zu treiben - gesund war diese Fasten Kur allerdings nicht. Immer beliebter geworden ist auch das Heilfasten, also das Fasten aus rein gesundheitlichen Gründen - zur Entgiftung und Regeneration des Körpers, verbunden mit geistiger Einkehr in erholsamer Umgebung.

Was bedeutet Heilfasten konkret?

Heilfasten ist eine Form des Fastens, die zumeist der Entgiftung, Entschlackung und Regeneration des Körpers für eine bessere Gesundheit dient. Während sich viele althergebrachte Methoden ausschließlich auf Wasser und Tee beschränken, bedienen sich einige Arten des Heilfastens gezielter Strategien, um den Körper auf ein spezielle Art zu reinigen.

Welche Methoden gibt es?

Das Heilfasten dient der Entgiftung, Entschlackung und Regeneration des Körpers. Dabei wird ganz bewusst über einen bestimmten Zeitraum auf Nahrung verzichtet. Durch diese Fastenkur erhält der Körper die Gelegenheit, sich von Giftstoffen und Schlacken zu befreien, die sich im Laufe der Zeit im Inneren angesammelt haben. Dadurch werden innere Blockaden gelöst und der Mensch fühlt sich befreit, gereinigt und gesund. Bei dem Begriff Schlacken darf man in diesem Zusammenhang aber nicht annehmen, dass sich es um Rückstände handelt, die aussehen wie aus einem Ofen. Vielmehr ist der Begriff Schlacken  ein Synonym für Ablagerungen aus denaturierten Produkten. Und davon kann es im Laufe der Zeit sehr viele geben.

Heilfasten Saft
Heilfasten Saft

Wie funktioniert das Heilfasten?

Auf die unterschiedlichen Methoden werden wir noch genauer eingehen. Den meisten Heilfasten-Anleitungen gemeinsam ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Körper, Seele und Geist umfasst. Dazu gehört nicht nur die Darm-Reinigung und körperliche Entschlackung, sondern gewissermaßen auch eine Entgiftung des Geistes, der von Alltagsproblemen und Sorgen belastet wird. Eine mehrtägige Fastenkur führt auch dazu, innere Ruhe zu finden und in Einklang mit sich selbst zu leben. Sehr effektiv ist dabei das Fastenwandern in freier Natur.


In der Regel beginnt das Heilfasten mit einem oder mehreren Tagen Vorbereitungszeit, in denen der Körper behutsam auf die Fastenkur eingestellt und der Darm gereinigt wird. Die Kur selbst kann mehrere Tage oder ein paar Wochen dauern. Sie sollte immer individuell dem eigenen Körper angepasst werden. Ein erfahrener Fastenleiter kann Sie hierbei gut beraten. Noch wichtiger ist es aber, selbst in den eigenen Körper hinein zu spüren und sich danach zu entscheiden. Nach dem Heilfasten muss der Körper sanft wieder an die feste Nahrung herangeführt werden.

Warum Fasten nicht gleichbedeutend mit Hungern ist

Viele Menschen scheuen sich vor dem Fasten, weil sie glauben, dass eine Fastenkur zu ständigem Hunger führt. Das Gegenteil ist aber der Fall, wenn während der Kur bestimmte Details beachtet werden. Daher ist es gerade für Anfänger wichtig, die Anleitung fachkundiger Begleiter sehr ernst zu nehmen; unter anderem auch, um die zu Hunger führenden Fehler zu vermeiden. Generell verfügt der durchschnittlich ernährte gesunde Körper über ausreichende Nahrungsreserven, um sich tagelang selbst aus diesen inneren Reserven zu versorgen, ohne dass es zu Hungergefühlen kommt. Wichtig ist nur, dass der Körper während der Fastenkur mit ausreichender Flüssigkeit versorgt wird. Je nach Methode der Kur kann dies ausschließlich Wasser sein, oder Wasser und Säfte, oder ein Wechsel von Wasser, Tee, Gemüsebrühe und gesunden Säften.

Welche positiven Auswirkungen hat das Heilfasten?

Heilfasten fördert auf vielfache Weise die Gesundheit. Insbesondere Menschen, die durch schlechte Ernährungsgewohnheiten und durch die Hektik des modernen Alltags unter Krankheiten wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Verdauungsproblemen leiden, fühlen sich nach einer Fastenkur wie befreit. Auch auf Krankheiten wie Rheuma und auf Allergien kann sich das Fasten sehr positiv auswirken. Denn unser Problem in der westlichen Welt ist nicht der Mangel an Essen: Unser Problem ist der Überfluss an Essen. Eine Fastenkur wirkt erholsam gegen diesen Überfluss und seine Probleme für den Organismus.

Heilfasten unterstützt zum Beispiel:

- Die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und die Förderung der natürlichen Abwehrkräfte.
- Die Entwässerung und Entschlackung des Darms, des Gewebes, der Gefäße und der Gelenke.
- Die Entlastung von Herz und Kreislauf.
- Die Verbesserte Lungenfunktion, so dass der Körper mehr Sauerstoff aufnehmen und schneller in den Organismus transportieren kann.
- Die Gewichtsreduktion.
- Das gesteigerte körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden.

Heilfasten Anleitung
Heilfasten Anleitung

Wer darf nicht Heilfasten?

Wer unter gesundheitlichen Problemen leidet, sollte vor einer Fastenkur grundsätzlich vorher Rücksprache mit seinem Hausarzt oder Heilpraktiker halten. Dies gilt vor allem für Menschen, die unter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Blutdruckhoch oder Gefäßkrankheiten leiden, sowie für alle, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen. Auch bei Erkrankungen wie Krebs, Tuberkulose oder Schilddrüsen-Überfunktionen ist das Heilfasten nicht unbedingt zu empfehlen. Das gleiche gilt für Menschen, die gerade erst eine schwere Krankheit überstanden haben oder kürzlich operiert wurden. Auch Schwangere sollten auf Fastenkuren verzichten. Für alle, die erst einmal nicht fasten sollten, aber dennoch dem Körper eine Natur-Kur anbieten wollen, wäre z.B. das Rohkost-Wandern zu empfehlen.

Für Diabetiker stellt das Heilfasten dagegen generell kein Problem dar, solange die Insulindosis an die fehlende Nahrungszufuhr angepasst wird. Allerdings sollten Diabetiker auch Rücksprache mit ihrem Arzt halten, ehe sie eine Fastenkur beginnen.

Welche Arten von Heilfasten gibt es? Weitere Anleitung

Auf den folgenden Seiten (siehe Navigation links oben) beschreiben wir die populärsten Formen des Heilfastens, sowie das immer beliebter werdende Fastenwandern, bei dem die Kur durch körperliche Aktivität intensiviert wird. Jede Anleitung hat ihre eigenen Ansätze.