Bücher
Ernährung, Psyche, Sexualität und LiebeHaben Sie sich schon einmal gefragt, warum die meisten Babys den ihnen angebotenen Brei zunächst im hohen Bogen wieder ausspucken? Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich Haustiere wesentlich ruhiger verhalten, wenn sie dauerhaft mit ihrer artgerechten rohen Nahrung gefüttert werden? Wissen Sie, dass Bonobos mit Sex Frieden schaffen und aller 90 Minuten einen sexuellen Kontakt haben? Haben Sie schon einmal ein ozeanisches Gefühl erlebt? Sind Ihnen im Film „Titanic“ auch die Tränen geflossen? Wissen Sie, warum weiße Pferde oder Einhörner in vielen Mythen vorkommen? Kennen Sie die Liebe auf den ersten Blick?
In diesem Buch geht es um tiefe und allgemein unterschätzte Zusammenhänge in unserer Gesellschaft und Kultur, die jeden Einzelnen fundamental betreffen. Überraschende Einblicke in unsere Psyche werden geschaffen und bisher kaum gesehene Ursachen und Wirkungen offen gelegt. Die Kindheitsprägung wird behandelt, ebenso die Reizung unseres Nervensystems durch denaturierte Nahrungsbestandteile und deren dramatische Folgen. Aber auch die Einflüsse der Religion kommen unverblümt zur Sprache. Ferner beinhaltet es einen ehrlichen Umgang mit unseren Liebesimpulsen und eine Auseinandersetzung mit unserem Urschmerz. Die Psychoanalyse von Sigmund Freud steht im Blickfeld - in diesem Buch leicht erklärt - und es geht weiter zur Meta-Psychoanalyse nach G.C. Burger. Hieraus ergeben sich visionäre Aussichten, deren Wahrhaftigkeit der Leser in sich selbst beheimatet fühlt und es öffnen sich echte Chancen für Heilung und Wachstum im Bereich von Bewusstsein und Liebe.
448 Seiten -- 14,50 € ISBN: 978-3-9808712-0-4
Statements
"Was die Durian für die stoffliche Ernährung ist, das ist dieses Buch für die geistige. Welch Horizonte! (...) Kann das wahr sein!?"
Gerd W., Berlin
"Das spricht mir aus dem Herzen, als ob ich es schon immer gewusst habe."
Katarina T., Berlin
"Dieses Buch gehört zum Besten was jemals geschrieben worden ist, vielen Dank dafür!"
Uwe B., Reutlingen
"Ich bin zur Zeit dabei, das lang erwartete Buch von dir zu lesen. Es hat mich am Wochenende völlig in seinen Bann gezogen. Zurück blieb ein wenig Traurigkeit bei der Erkenntnis, in welcher Falle wir doch sitzen. Wenn mir diese Zusammenhänge nicht bewußt wären, sind sie ja trotzdem da und ich würde weiter überlegen, was da nicht stimmt. Ich bin dankbar für deine Denkanstöße. (...) Das Kapitel `Das Unaussprechliche` hat mich wieder einmal tief berührt und mir meine tiefsten Sehnsüchte ein Stück bewusster gemacht ..."
Ilona J., Bautzen
"Hallo Bernd,
habe Dein Buch zu Ende gelesen; es hat mir sehr viel gegeben, vor allem, daß ich die Handlungen der Menschen und ihre Motive dahinter besser verstehen kann. Dein Buch zeugt wirklich von sehr viel "Menschenfreundlichkeit". Vieles war mir vollkommen neu, trotzdem kann ich das meiste sehr gut nachvollziehen. Hoffentlich verbreiten sich diese Gedanken recht schnell!!"
Ulrike
"Hallo Bernd,
ich duze dich, weil ich es seltsam finde, dich zu siezen, nachdem ich dein Buch gelesen habe, besonders nach dem letzten `Ernährung, Psyche...`. Ich möchte einfach `Danke` sagen für die Offenlegung deiner Erkenntnisse und deine Ehrlichkeit. Das hat mich endlich mal wieder zum Nachdenken/ In-Mich-Kehren gebracht. Mir gefällt deine Art zu Schreiben sehr gut. Besonders auch das Buch `Protokolle einer verbotenen Therapie` hat mich sehr aufgewühlt ..."
Jana S., Frankfurt
Einführung in das Buch
Dieses Buch ist kein praxisbezogenes Ernährungshandbuch. Über Ernährung wird darin sogar relativ wenig gesprochen. Es baut jedoch auf den natürlichen Ernährungs- grundlagen auf, wie ich sie in meinem Buch "Natürlich leben und genießen" (Band I) ausführlich beschrieben habe. Sie als Leser sind dazu eingeladen, einen atemberaubenden Weg mitzuverfolgen oder auch mitzugehen. Einen Weg, der uns über tiefe psychische Zusammenhänge, geschichtliche und kulturelle Prägungen und sexuelle Hintergründe in eine spannende Welt führt. Eine Welt, in der wir unsere wahre Heimat suchen und auch finden können.
Seit Erscheinen des ersten Bandes von "Natürlich leben und genießen" haben mich viele Reaktionen erreicht. Eine häufige ist, dass gesagt wird, die Sache sei absolut logisch und klar. Man würde es jedoch nicht schaffen hundertprozentig so zu leben. Ich kann dazu nur bemerken, dass auch Teilerfolge sicher schon hilfreich sind. Niemand sollte das Ganze verwerfen, weil er nicht alles sofort erreicht. Macht man zwei Schritte nach vorn und einen zurück, bleibt immer noch eine vorwärtsgerichtete Bewegung übrig. Man sollte allerdings sehr aufpassen, dass es nicht wieder umgedreht wird, also eine rückläufige Entwicklung eintritt. Die Gefahr dafür besteht aus den gegebenen Umständen heraus tatsächlich. Oft beobachte ich auch, dass die Praxis einfach unzureichend ist. Die gegebenen Hinweise sollten wirklich sehr gewissenhaft beachtet werden, sonst sind Stolpersteine vorprogrammiert. Es empfiehlt sich durchaus, die entsprechenden Abschnitte oder auch das ganze Buch mehrmals zu lesen. Die Lebensweise, die darin vorgestellt wird, unterscheidet sich von der sonst üblichen so sehr, dass es gar nicht verwunderlich ist, wenn manches zunächst wieder untergeht, weil man ja viel zu sehr in den bestehenden Prägungen und Gewohnheiten steckt. Dies zeigt sich auch darin, dass mich immer wieder Fragen erreichen, die im ersten Band bereits beantwortet sind. Nicht zuletzt will ich auch noch einmal dazu einladen, wirklich mit Entschlossenheit vorzugehen oder dies zumindest eine Zeit lang zu versuchen. Denn Erfolge legen sich meistens eben nicht von selbst in den Schoß. Man muss auch etwas dafür tun. Konsequent zu sein soll aber nicht mit Verhärtung oder Verbissenheit verwechselt werden. Sensibilität ist ein Wort, das ich sehr dick unterstreichen möchte. Und selbst wenn es nicht gelingt, hundertprozentig diesen Weg zu gehen, so ist es doch von großem Vorteil zu wissen, wie es funktionieren könnte. Es ist von Vorteil, eine Orientierung zu haben. Ähnlich wie im Straßenverkehr, in dem ich die Regeln kennen und immer wieder neu beachten muss, obwohl es mir wahrscheinlich nie gelingen wird, diese ständig fehlerfrei einzuhalten.
Doch es gibt neben der mangelhaften Ernährungspraxis auch noch andere entscheidende Gründe, warum die Sache nicht dauerhaft wie gewünscht funktioniert. Denn eigentlich reicht selbst die beste Praxis noch nicht aus, um dafür eine Gewähr zu bieten. Es ist dringend notwendig, auch eine innere Arbeit an sich selbst vorzunehmen. Es ist notwendig, die tieferen psychischen Zusammenhänge zu durchdringen und zu erkennen. Mich hat es immer schon gestört, dass es manchmal Rohköstler gibt, die mit einer gewissen Überheblichkeit auftreten. Sie glauben, allein durch die Tatsache, dass sie Rohkost verzehren, würde sich alles lösen. Eine solche Einstellung ist eine sehr schlechte Voraussetzung für tatsächlich erfolgreiche Entwicklungen bzw. Weiterentwicklungen. Es ist eher ein stagnierender Weg. Ich möchte auch stark bezweifeln, dass jene Personen wirklich längere Zeit ausschließlich von Rohkost leben. Sicher, die Rohkosternährung kann sehr vieles lösen, in der Tat schon von selbst. Doch man befände sich in einem riesigen Trugschluss, würde man annehmen, dies träfe auf alles zu. Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, heißt es in dem berühmten und oft missbrauchten Jesuswort. Er lebt also nicht nur von der stofflichen Ernährung, sondern auch von der Ernährung der Geistigkeit und der Liebe. Dass es dabei sehr wohl auch folgenreiche Zusammenhänge zur stofflichen Ernährung gibt, werden wir noch genauer sehen. Doch es gibt auch zahlreiche wechselseitige Beeinflussungen mit geradezu atemberaubenden Hintergründen und dramatischen Folgen für unser Leben, die sich viel zu massiv in uns eingeprägt haben und die sich niemals allein durch eine hundertprozentige Rohkostpraxis auflösen würden. Wie die Rillen in einer Schallplatte bestehen diese Prägungen in uns. Dies ist umso stärker, je mehr die damit verbundenen Inhalte existenziellen Charakter für uns haben. Die Bereiche Ernährung und Liebe haben wie keine anderen diesen Hintergrund. Automatisch wird sich der Tonarm genau in diese vorhandenen Rillen wieder senken, selbst wenn die dort gespeicherten Inhalte Fehler enthalten. Solche Fehler hört und sieht man aber meistens nicht. Häufig werden sie sogar als unumstößliche Wahrheiten angesehen; weil es scheinbar bei allen Menschen so ist oder weil es alle offenbar so machen. Ganze Systemfehler unserer Kultur können sich so unbemerkt in unsere Psyche eingraben, eben durch die Erfahrungen, die wir von frühesten Kindheitstagen an machen, oder auch dadurch, dass wir bestimmte Erfahrungen, die vielleicht notwendig wären, leider nicht machten.
In diesem Gesamtsystem einen gründlichen Check vorzunehmen wäre also durchaus geboten. Die konsequente und vor allem instinktive Rohkosternährung bietet dazu die denkbar günstigsten Voraussetzungen. Sie ist sogar äußerst wichtig, wie wir noch genauer sehen werden. Sie ist ein Garant dafür, auf diesem Weg dauerhaft erfolgreich zu sein. Doch es wäre eine Illusion anzunehmen, dass sich damit alles von selbst löst. Die durch unsere Prägungen in uns entstandenen Furchen sind viel zu tief, als das sie sich allein durch die Änderung der Ernährungspraktik von selbst auflösen würden. Hierzu sind eine innere Arbeit und das Verständnis tieferer Zusammenhänge nötig. Es ist nötig, alles in Frage zu stellen - alle Glaubenssätze, Moralvorstellungen, Voreingenommenheiten usw. -, die unsere Erziehung und Kultur in uns eingepflanzt haben. Ehrlichkeit, Entschlossenheit und Mut ist ebenso notwendig und die Bereitschaft, gegebenenfalls noch einmal ganz von vorne anzufangen.
Doch ich will nicht einseitig sein mit meiner Kritik. In anderen Teilen der Bevölkerung - in jenen, die sich bisher wenig oder überhaupt nicht mit natürlicher Ernährung befasst haben - gibt es weit verbreitet eine noch viel größere Skepsis. Es ist die Überheblichkeit, mit der man die Wichtigkeit der natürlichen Ernährung unter den Tisch fegt oder einfach nicht zur Kenntnis nimmt. Und dies nicht etwa nur in einfachen Bevölkerungsschichten, sondern besonders auch in den Kreisen der Intelligenz und Wissenschaft, ja sogar bei Weisheitssuchenden und Meditationsmeistern. Wenn ich z.B. Programme von geistigen Foren in die Hand bekomme, in denen sich anerkannte Persönlichkeiten Gedanken über Gott und die Welt machen, fehlt ein Thema eigentlich ständig: die natürliche Ernährung. In Veröffentlichungen über esoterische Fragen sucht man es ebenfalls fast vergeblich. Ärzte haben sich darauf eingestellt, falls überhaupt, ihren Patienten eine "ausgewogene Ernährung" zu empfehlen, was auch immer das heißen mag. Psychotherapeuten suchen beinahe überall, nur nicht ernsthaft im Bereich der Ernährung.
Die Bemühungen, mit denen sich zahlreiche Menschen für mehr Klarheit und ein bewussteres Leben einsetzen, sollen keineswegs gering geachtet sein. Aber erreichen sie soviel Bewusstsein und Klarheit, dass der Kurs in Richtung globale Katastrophe verhindert oder korrigiert wird? Schaffen sie es, klare und wirkungsvolle Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu geben? Ich kann dies bisher nicht erkennen.
Wir leben in einer Zeit, in der sich die Menschen wie niemals zuvor am Rande einer globalen Katastrophe befinden. Die Existenz des gesamten Planeten steht auf dem Spiel. Trotz sicherlich vorhandener positiver Ansätze und Bemühungen in den letzten Jahrzehnten sind wir von dieser Grundsituation kaum einen Millimeter abgerückt. Millionen von Menschen kämpfen um ihre Existenz. Wirtschaftliche Interessen stehen über allem anderen. Eine Klimakatastrophe steht uns wahrscheinlich ins Haus. Krankheiten nehmen weiter zu. Müllberge wachsen. Es ist, als ob wir uns alle auf einem Schiff namens Titanic befinden. Und was noch schlimmer ist, wir wissen, dass ein Eisberg auf uns zukommt, auch wenn wir dies gerne verdrängen. Wir wissen, dass unser Kurs nach wie vor in Richtung Abgrund geht. Doch wir sind nicht in der Lage, diesen Kurs entscheidend zu ändern. Wir richten die Kabinen vielleicht hin und wieder etwas anders ein, ein neuer Anstrich, neue Möbel, eine neue Tapete. Die Musik im Salon ändert sich dann und wann. Doch das Schiff fährt mit voller Kraft voraus, weiter in Richtung Katastrophe.
Es ist tröstlich, dass die Konfrontation des Kalten Krieges heute nicht mehr besteht. Doch wir haben nach wie vor ein noch nie dagewesenes Potential an Zerstörung. Wir kultivieren es sogar fortwährend.
Es stimmt zuversichtlich, dass es viele Menschen gibt, die diese Entwicklung nicht mehr mitmachen wollen, die erkannt haben, so geht es nicht weiter. Doch es reicht leider noch nicht aus, um das Steuer wirklich herumzureißen. Resignation und Gleichgültigkeit sind ein steter Begleiter. Egoistische Interessen scheinen lohnender zu sein. Wenn schon nicht die Erde retten, dann zumindest sein eigenes Ego. Eine trügerische Illusion. Ein verheerender kollektiver Irrtum.
Ich beobachte die Entwicklung seit Jahren sehr genau. Trotz allem bin ich immer noch optimistisch. Doch eines ist mir dabei immer wieder aufgefallen. Dem Thema Ernährung wird - von gewissen Modediäten abgesehen - wenig Beachtung geschenkt. Jedenfalls nicht in einer Weise, die unsere bestehenden Verhältnisse ernsthaft in Frage stellen könnten. Es scheint sogar eine Tendenz zur Geringschätzung dieses Themas zu bestehen, je höher man sich auf einer geistigen oder wissenschaftlichen Ebene zu bewegen glaubt. Nobelpreise werden für andere Untersuchungen erzielt, nicht für etwas so scheinbar profanes wie der Ernährung. Wenn aber so gravierende globale Probleme bestehen, dann wären auch grundsätzliche Infragestellungen dringend notwendig, die nicht an unserer Kultur und an unserem Ernährungsverhalten Halt machen. Stattdessen ziehen es Wissenschaftler vor, in Jahrmillionen alte genetische Programmierungen des Lebens einzugreifen. Sie haben damit eine extrem gefährliche Entwicklung eingeleitet. Sie glauben, in der Natur sei etwas falsch, statt den Fehler bei uns und unserem Verhalten zu suchen.
Seit alters her ist in den Weisheitslehren bekannt, dass der Körper den Geist beeinflusst und umgekehrt. Welche Schlussfolgerungen haben seit dem all die Meditationsmeister, Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzte, Wissenschaftler usw. hinsichtlich der Ernährung daraus gezogen? Und wo sind eventuell deutliche Ergebnisse davon zu sehen?
Probleme anzusprechen, daran mangelt es inzwischen nicht mehr. Unzählige Fernsehmoderatoren, Zeitungsschreiber, Fest- oder Sonntagsredner beweisen das immer wieder. Woran es mangelt sind echte Lösungsvorschläge, und es mangelt vor allem an deren Umsetzung. Überhaupt scheint es eine Mode geworden zu sein, Probleme zwar anzusprechen, aber dies recht schön zu formulieren. Natürlich auch mit einer gewissen Schärfe, so dass es rhetorisch trefflich wirkt. Doch im Ergebnis werden die Hörer nicht mit grundsätzlichen Infragestellungen oder notwendigen Änderungen ihres Lebens konfrontiert, vor allem nicht im Ernährungssektor. So bekommt man viel Beifall und verliert sein Publikum nicht, aber es passiert faktisch gar nichts.
Wir stehen am Anfang eines neuen Jahrtausends. Dies ist eigentlich nur eine Zahl. Doch wir befinden uns gleichzeitig auch an einer anderen bedeutenden Schwelle. Wir stehen vor der Möglichkeit zu einem neuen großen Schritt der Menschheit und der Evolution, hin zu einem höheren Bewusstsein. Wenn es uns gelingt diesen Schritt zu gehen, dann gelangen wir tatsächlich in ein neues und in ein glückliches Zeitalter. Gelingt es uns aber nicht, dann stehen wir vor der globalen Zerstörung des Lebens. Und dazu, das ist inzwischen klar, sind nicht unbedingt Atombomben notwendig.
Soll der Weg glücklich verlaufen, dann kommen wir nicht an dem Thema der Ernährung vorbei. Sie ist ein fundamentaler Bestandteil des Lebens. Ohne sie würde nichts funktionieren. Das Leben scheint geradezu daraufhin ausgerichtet zu sein, dass es sich durch die Ernährung immer wieder neu transformiert. So kann es also nicht falsch sein, die damit im Zusammenhang stehenden Naturgesetze zu erkennen und zu studieren. Es kann nicht falsch sein, diese Gesetze zu beachten. Sie wurden in vielen Millionen von Jahren geschrieben, sie bestehen im Leben und der Natur und sie legen sich immer wieder in jede lebendige Zelle. Auch für uns Menschen sind sie heute noch ohne Einschränkung gültig. Es kann nicht falsch sein einer Weisheit zu folgen, die unvergleichlich viel mehr Wissen enthält, als sämtliche gelehrten Köpfe und Computer zusammengenommen: der Weisheit der Natur und des Lebens. Es kann nicht falsch sein, unserem Körper die unverfälschten Baustoffe anzubieten, die er für seine geniale Konstruktion benötigt.
Menschen, die glauben, das Problem der Ernährung vernachlässigen zu können, werden immer wieder auf der Stelle treten, selbst wenn ihre Erklärungsmodelle noch so geistreich klingen. Sie werden sogar Rückschläge oder Rückentwicklungen hinnehmen müssen. Aber auch jene, die versuchen, sich ausschließlich auf die Naturkost zu konzentrieren und alles andere außer Acht lassen, werden nicht wirklich vorankommen, weil sie wichtige Hintergründe ihrer eigenen Lebenssituation nicht erkennen und von diesen Ursachen sogar unbewusst beherrscht, ja sogar bis zum Scheitern gebracht werden.
Sein oder nicht sein wird sich also daran entscheiden, ob wir authentisch mit uns selbst und mit der Natur sein können und ob es uns gelingt, kulturelle Irrtümer und Systemfehler aufzudecken, zu verstehen und zu korrigieren. Das ist eine Voraussetzung für die Evolution des Bewusstseins. Die bisherigen Rezepte haben uns da nicht unbedingt sehr weit gebracht. Ebenso wenig nützt es, sich dualistischer Schicksalsgläubigkeit hinzugeben.
Doch dieser Weg beginnt nicht beim Staat oder einer Partei, nicht bei einem Verein und auch nicht in irgendeiner Kirche. Dieser Weg beginnt bei jedem Einzelnen selbst. Es ist kein Verzicht, sondern ein großer Gewinn, den wir damit erreichen können. Wir können alles gewinnen, wenn wir wollen oder auch alles verlieren.
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