Fastenwandern
Heilungen und FastenwandernFasten-Anbieter - insbesondere ohne medizinischen Hintergrund - sollten und dürfen keine Heilungsversprechen abgeben. Dies könnte rechtlich problematisch werden. Dennoch ist allgemein bekannt, dass viele Fasten-Teilnehmer gesundheitliche Gründe zum Fasten haben. Die Teilnehmer entscheiden sich für das Fasten, um damit zu entschlacken und abzunehmen oder auch, um Krankheiten wie Neurodermitis, Rheuma, Gicht, Arthrose und vieles mehr zu lindern und davon frei zu werden. Selbst wer beim Fasten „nur“ entspannen oder beim Fastenwandern neuen Schwung in sein Leben bringen möchte, bringt seinen Körper damit in eine gute gesundheitsorientierte Situation. Oder wer dies als Möglichkeit nutzt, um seine Ernährung umzustellen, handelt ebenfalls prophylaktisch und damit heilend. Fasten oder Fastenwandern ist wahrscheinlich die billigste Variante, um seinen Körper in vielen Zusammenhängen eine nachhaltige Heilungsmöglichkeit anzubieten.
Dr. Otto Buchinger widmete sich der alternativen Naturheilkunde und gründete im Jahre 1920 in Witzenhausen eine Fastenklinik. Er wusste aus eigener positiver Erfahrung, dass viele Erkrankungen durch Fasten geheilt oder gelindert werden können. Er nannte das Fasten auch den „Königsweg der Heilkunst“. Noch heute ist seine Art des Fastens als das Buchinger Fasten bekannt.
Oft ist zu lesen oder zu hören, man sollte nicht allein Fasten um abzunehmen. Das stimmt. Doch an dieser Stelle sei auch gesagt, wer fastet um abzunehmen ist nicht auf dem Holzweg. Es ist nicht sehr produktiv, jenen, die übergewichtig sind, einzureden, sie sollten bitteschön bessere Gründe zum Fasten mitbringen als das Abnehmen. Wir sprechen hier nicht von Magersüchtigen, sondern von Menschen, die an sich arbeiten wollen. Fasten ist auch ein Bewusstseinsprozess von Suchenden, die erkannt haben, dass sie an sich etwas verändern sollten. Selbst wenn es vorerst „nur“ die Reduzierung der eigene überschüssigen Pfunde zum Ziel hat.
Wer fastet, begibt sich auf den Weg der Eigenverantwortung. Das sollte jedem klar sein. Fasten ist kein Gesellschaftsport, den man einfach mal so mitmacht. Wer fastet, dem sollte bewusst sein, dass er damit die eigene innere Weisheit anruft und nicht andere Personen oder Instanzen für sein Leben in die Verantwortung nehmen kann und möchte. Würden alle erwachsenen Personen jedes Jahr wenigstens einmal für eine Woche Fastenwandern, könnten die Krankenkassen Milliarden sparen. Dies ist jedoch leider noch nicht in das Bewusstsein der entsprechenden Entscheidungsträger gerückt. Und es gibt auch starke gesellschaftlichen Kräfte, denen eine solche Perspektive missfällt. Man denke allein an die geschäftlichen Konsequenzen. Doch Eigenverantwortung ist der beste Weg, um den krisengeschüttelten gesellschaftlichen Zuständen zu begegnen. Und es ist auch der beste Weg, um zu sich selbst zu finden. Fasten ist dabei eine enorme Hilfe.
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